Tag 1 nach dem Silobrand

Heute morgen haben die meisten Mitarbeiter das erste Mal gesehen was gestern passiert ist. Vor allem die Kollegen aus Ungarn hatten ja keine Ahnung. Einige aus der Umgebung waren gestern gleich gekommen, nachdem sie es im Radio oder von Verwandten erfahren hatten.
Das allgemeine Entsetzen war jedenfalls groß.
Nachdem die Brandsachverständigen von der Polizei eingetroffen waren, wurde mit der Arbeit begonnen. Schaufel um Schaufel wurden die feuchten und angebrannten Sägespäne heraus geholt und inspiziert.

Relativ bald war für ihn offenbar ersichtlich wo der Silobrand entstanden ist. Das Nest konnte sich über längere Zeit unbemerkt entwickeln und hat am Sonntag schließlich den Weg aus dem Silo gefunden.

Die Mitarbeiter können mit den Aufräumarbeiten starten bzw. weiter machen. Die Werkstatt ist indes gar nicht benützbar. Die Heizung hat (auch) Schaden genommen und ohne Absaugung ist an Arbeiten ohnehin nicht zu denken.

Die Versicherung hat den Silobrand als „Großschaden“ eingestuft, was heißt, dass die Kollegen aus Wien angefordert wurden.

Im Ausweichquartier in Deutschkreutz bemühen sich die restlichen Kollegen soweit das eben geht um einen möglichst normalen Arbeitsablauf, genauso wie die Mitarbeiter im Büro und die Kollegen von der Sanierung in Wien.
Ja und Maria Ecker hatte wie immer ein Auge drauf, dass es allen anwesenden Herren möglichst gut geht und hat sie mit Jause, Mittagessen und natürlich Kaffee versorgt.
Ganz nach dem Motto der kommenden Tage: The Show must go on!